Parteianlass vom 20. Oktober 2018

SP Dulliken besichtigt das SPZ in Nottwil

 

An ihrem jährlichen geselligen Anlass erkundete die SP Dulliken kürzlich das Schweizer Paraplegikerzentrum SPZ in Nottwil.

Nach der Begrüssung durch die Besucherführerin wurden die neugierigen Gäste zuerst in einem Schulungsraum umfassend über die Paraplegie und über die Geschichte des Paraplegikerzentrums informiert. Dabei erfuhr man unter anderem, dass es bis vor rund 40 Jahren kein Angebot für Querschnittgelähmte gab. Die Patienten mussten damals zuerst jahrelang ruhig im Spitalbett liegen, bevor sie dann in ein Altersheim abgeschoben wurden.

Guido A. Zäch, damals Chefarzt im ehemaligen Paraplegikerzentrum in Basel, wollte die unwürdige Situation der querschnittgelähmten Patienten unbedingt verbessern. Zu diesem Zweck gründete er 1975 zur Mittelbeschaffung die Schweizer Paraplegiker-Stiftung und legte damit den Grundstein für das heutige riesige Zentrum. Sein Ziel war, die Patienten ganzheitlich zu betreuen, vom Eintritt über die Entlassung bis zum Tod. Dies im Wissen darum, dass Querschnittlähmung nicht geheilt werden kann, sondern der Patient lernen muss, mit seiner Einschränkung umzugehen. Die Paraplegiker werden also auch nach ihrem Spitalaufenthalt betreut und beraten. Natürlich muss das Umfeld ebenfalls entsprechend angepasst werden.

Im Anschluss an die Information wurde in einem Film das Schicksal dreier Patienten dokumentiert. Diese Geschichten gingen so richtig unter die Haut und machten nachdenklich!

Beim anschliessenden Rundgang durch das Zentrum wurde Einblick geboten in die vielen Abteilungen, Therapieräume, Sporthallen etc. Gemäss Philosophie des SPZ sollen Patienten, Besucher, Gäste, Angestellte und Angehörige möglichst durchmischt werden, um die Integration der Patienten zu fördern. Der ganze Bau ist so konzipiert, dass sich alle immer wieder begegnen.

Die vielen aufkommenden Fragen wurden von der Betreuungsperson kompetent beantwortet.

Das anschliessende gemeinsame Mittagessen im Restaurant des SPZ gab Gelegenheit, die vielen Eindrücke miteinander zu diskutieren und zu verarbeiten.

Bericht: Edy Lütolf       

Fotos: Andrea Bolliger

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